VINDELIKER. Typ Janus. 1/8 Stater ø 11mm (0.84g). Spätes 3. - 2. Jh. v. Chr. Vs.: Konvexe Fläche mit Kugeln u. zwei Buckeln sowie einem vierspeichigen Rad. Rs.: Pferd n. r., darüber V gerahmt von Punkten auf der spitzen Seite. Steffgen - Ziegaus, JNG 44 - (vgl. Taf.1); Flesche - (vgl. 345).
RRR! Gold!Ex Gorny & Mosch Auktion 284, 2022, Los 73; aus bayerischen Privatsammlung C. S., erworben in den 1990er Jahren.
Der Typus, der in der Fachliteratur bisher offenbar nicht erwähnt ist, ist augenscheinlich typologisch abhängig von dem sog. Typ Januskopf I. Allerdings haben sich die Köpfe in zwei nierenförmige Gebilde verwandelt, zwischen denen sich unregelmäßig verteilte Kugeln befinden und oben ein vierspeichiges Rad zu sehen ist. Das Pferd ist noch stärker stilisiert, was für eine spätere Entstehung als die eigentlichen Janusköpfe spricht. Dahingegen ist das abstrakte Dreieck über dem Pferd mit einer halbseitig rahmenden Punktreihe versehen worden und wirkt deshalb gegenständlich, auch wenn es unklar bleibt, was damit dargestellt werden sollte. Womöglich ist es auch das Rudiment des Wagenlenkers der Philippsstatere, auf die letztlich alle diese frühen süddeutschen Goldprägungen zurückgehen.
Schrötlingsriss, ss/ss-vz; KELTEN; DEUTSCHLAND; VINDELIKER