SIEGEL. Byzantinische Bleisiegel. ø 24mm (15.84g). 777 - 778 n. Chr.
Gregorios (Musulakios), basilikos Spatharios und Komes to theophylaktu basiliku Opsikiu. Vs.: Invokationsmonogramm für ΘEOTOKE (oder KVPIE) BOHΘEI; in den Winkeln TW - CW - ΔOV - ΛW. Rs.: [Γ]PHΓO-PIW B, C-ΠΑΘ, S KO - TOV Θ, B, - OΨIK. DOCseals III 65, 39.26 var. = PMBZ 2395.
Ex Numismatik Naumann 84, Wien 2019, Los 841.
Theotoke (oder) Kyrie boethei tu so dulo / Gregorio b(asiliko) spath(ario) kai ko(miti) tu th(eophylaktu) b(asiliku) Opsik(iu). = Muttergottes (oder Herr) hilf dem deinigen Diener / Gregorios (dem) Spatharios & Komes des gottbehüteten kaiserlichen Opsikions.
In literarischen Quellen ist der Armenier Gregorios Musulakios bezeugt. Er war einer der Führer eines Heeres, das 777/78 bei einer Offensive vor Germanikeia in Syrien eingesetzt wurde und ein arabisches Entsatzheer besiegte. 802, inzwischen im Patrikios-Rang, war er in den Sturz der Kaiserin Irene verwickelt (PMBZ 2407 mit Quellen).
Verschiedene Siegel von Komites tu Opsikiu namens Gregorios sind erhalten geblieben: Die Siegel von Gregorios, Patrikios, Z/V II 1101 f., 1961 Taf. 138 = DOCseals III 65, 39.28, und Gregorios Anthypatos-Patrikios, Z/V II 1102, 1962 Taf. 138 = DOCseals III 66, 39.29; Z/V III 1746, 3113A Taf. 228, gehörten demselben Signatar, sehr wahrscheinlich Gregorios Musulakios um 802. Der hohe Herr könnte um 24 Jahre früher sehr wohl den für einen Opsikion-Komes noch recht bescheidenen Rang eines kaiserlichen Spathars bekleidet haben.
Das Siegel von Gregorios, Patrikios, basilikos Protospatharios, Z/V II 1102 f., 1963 Taf. 138 = DOCseals III 65, 39.27 = PMBZ 2446 ist typologisch nicht mit anderen Stücken zu verbinden.
Bleipatina, ss; BYZANZ; DIVERSE; SIEGEL